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Eichstätt

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Eichstaett Altstadt  Eichstätt - Altstadt
Eichstätt - Altstadt.

Die Universitäts-, Barock- und Bischofsstadt Eichstätt, gut 60 Kilometer südlich von Nürnberg an den Ufern der Altmnühl gelegen, markiert den südlichsten Punkt der Burgenstraße. Eingerahmt von den Jurahochebenen der Südlichen Frankenalb, bildet sie zugleich den Mittelpunkt des Naturparks Altmühltal. 

Die früheste Besiedlung des heutigen Stadtgebiets erfolgte bereits in der Hallstattzeit (8. bis 6. Jahrhundert vor Christus) ungefähr an der Stelle des Domes, später ließen sich in „Eistedd“ Kelten nieder. Von 80 bis 260 n. Chr. befand sich in Eichstätt eine kleine Römersiedlung, nach der Vertreibung der Römer durch die Alamannen bildeten diese und später die Bajuwaren die nächsten Generationen früher Eichstätter. Zeugnisse dieser antiken Besiedlungsgeschichte finden sich u. a. im Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg.

Auch als Bischofssitz kann Eichstätt auf eine lange Geschichte zurückblicken: im Jahr 740 erhielt Bonifatius, der „Apostel der Deutschen“, das Gebiet von „Eihstat“ als Geschenk, kurze Zeit später gründet der von ihm zum Bischof geweihte angelsächsische Mönch Willibald hier das erste Kloster. Ende des 9. Jahrhunderts gelangten die Reliquien der heiligen Walburga, einer Schwester Willibalds, nach Eichstätt, Anlass für die Gründung eines zweiten Klosters, aus dem später die heute noch existierenden Benediktinerinnen-Abtei St. Walburg wurde. Im Jahr 908 erhielt dann das Markt-, Münz- und Zollrecht sowie das Recht zur Ummauerung der Stadt; ein Ereignis, dem die Stadt 2008 mit einem großen Jubiläumsjahr gedachte.

Um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert erkämpften sich die Bürger Eichstätts erste Freiheits- und Mitspracherechte, dies war der Beginn einer Blütezeit des humanistisch-bürgerlichen Eichstätt. Gleichzeitig gewannen aber auch die Fürstbischöfe immer mehr Macht und Einfluss in der Region, deren geistliche und weltliche Herren sie bis Anfang des 19. Jahrhunderts blieben. Dass die Reformation hier nicht Fuß fassen konnte, wurde Eichstätt im Dreißigjährigen Krieg jedoch zum Verhängnis: als „Hochburg des Katholizismus“ wurde die Stadt 1634 von den Schweden erobert und fast völlig zerstört.

Der Wiederaufbau verschaffte der Stadt ihr heutiges, nahezu unverändertes barockes Aussehen. Der Graubündener Architekt Jakob Engel alias Giacomo Angelini legte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts den Grundstein für Eichstätts heutiges elegantes und vor Leichtigkeit strahlendes Stadtbild. Ihm folgte 1714 sein Landsmann Gabriel de Gabrieli, dem Eichstätt einige seiner schönsten Barockbauten verdankt. Mitte des 18. Jahrhunderts übernahm schließlich Mauritio Pedetti, der – wie schon de Gabrieli – zuvor bereits in für die Markgrafen in Ansbach tätig gewesen war und maßgeblich an der Gestaltung der dortigen Residenz mitgewirkt hatte.

Nach der Säkularisation wurde das Fürstbistum dem Königreich Bayern zugesprochen, zwischen 1817 und 1833 fungierte Eichstätt zugleich als Hauptstadt der bayerischen Mediatherrschaft Fürstentum Eichstätt, das die Herzöge von Leuchtenberg innehatten. Die Lage abseits der großen Verkehrswege behinderte die wirtschaftliche Entwicklung im Zuge der Industrialisierung erheblich und nachhaltig, so dass die Stadt vornehmlich ein Verwaltungs- und Schulzentrum blieb. Die beiden Weltkriege überstand die Stadt unzerstört.

1958 entstand hier eine Pädagogische Hochschule, die 1972 zur Kirchlichen Gesamthochschule erweitert und 1980 zur Katholischen Universität Eichstätt erhoben wurde. Sie ist die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum. 2001 wurde sie in Katholische Universität Eichstätt – Ingolstadt umbenannt. 

Durch die Gebietsreform 1972 kam die bisher zu Mittelfranken gehörende Stadt zum Regierungsbezirk Oberbayern und wurde gleichzeitig als „Große Kreisstadt“ Mittelpunkt des gleichnamigen Landkreises. 

Eichstaett Rathaus Marktplatz  Eichstätt - Marktplatz mit Rathaus
Eichstätt - Marktplatz mit Rathaus.
Eichstaett April 07 IMG 6021  Eichstätt - Kavaliershöfe
Eichstätt - Kavaliershöfe.
Eichstaett Domplatz Brunnen  Eichstätt - Brunnen am Residenzplatz
Eichstätt - Brunnen am Residenzplatz.
Eichstaett Nacht  Eichstätt bei Nacht
Eichstätt bei Nacht.
Eichstaett Wanderer Altmuehl c NaturparkAltmuehltal Fotograf DietmarDenger 3-4  Eichstätt - Altmühl (c) Naturpark Altmühltal / Dietmar Denger
Eichstätt - Altmühl (c) Naturpark Altmühltal / Dietmar Denger.
Eichstaett Marktplatz Brunnen1  Eichstätt - Marktplatz mit Brunnen
Eichstätt - Marktplatz mit Brunnen.
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