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Schwäbisch Hall

      Burgen & Schlösser

Bereits die Kelten gewannen ab etwa 500 v. Chr. in Schwäbisch Hall Salz. Die Siedlung Hall ist erstmals 1156 erwähnt. Nach ihr benannt wurde der hier geprägte, als „Euro des Mittelalters“ geltende Heller. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Schwäbisch Hall zu einer Reichsstadt mit großem Herrschaftsgebiet. Weder der 30jährige Krieg noch der Stadtbrand von 1728 konnten den auf Salzgewinnung, Salz- und Weinhandel basierenden Wohlstand dauerhaft schwächen. Mit der Okkupation durch Württemberg.... [Mehr über Schwäbisch Hall]



Comburg Ansicht ©TuM NicoleHirsch  Schwäbisch Hall - Die burgartige Anlage der Großcomburg
Schwäbisch Hall - Die burgartige Anlage der Großcomburg.

Kloster Großcomburg

Die Comburg liegt in Sichtweite von Schwäbisch Hall auf einem Umlaufberg des Kochers. Die ausgedehnte burgartige Anlage mit ihren Kirchen, Türmen und Kapellen übt auf Besucher einen ganz besonderen Reiz aus. Rund um die Comburg führt ein 420 Meter langer begehbarer Wehrgang, der wunderbare Ausblicke auf Stadt und Landschaft bietet.

 

Es gibt ein Museumscafé mit Ausstellung zur Geschichte der Comburg. Die Außenanlage ist frei zugänglich.

 

Die Stiftskirche St. Nikolaus beherbergt mit dem Feuer vergoldeten Antependium und dem Radleuchter zwei romanische Kunstschätze von internationalem Rang. Unter den drei erhaltenen Exemplaren in Aachen, Hildesheim und Schwäbisch Hall nimmt der Radleuchter auf der Comburg mit rund 16 Metern Umfang und fünf Metern Durchmesser den ersten Rang ein.

 

1078 wandelte Graf Burkhard von Comburg-Rothenburg die Burg in ein Benediktinerkloster unter staufischem Schutz um und wurde dort Mönch. Das 12. Jahrhunderts brachte eine Blütezeit, Kreuzgang und Kapitelsaal wurden erbaut. Im 13. Jahrhundert begann mit dem Ende der Stauferherrschaft der Niedergang, der 1488 in die Umwandlung in ein Chorherrenstift für Adlige mündete. Im 16. Jahrhundert erhielt die noch heute wehrhaft wirkende Anlage durch eine umfassende Neugestaltung, bei der auch der Wehrgang entlang der 460 Meter langen Ringmauer entstand, weitgehend ihr heutiges Aussehen.

Die weithin sichtbare Stiftskirche St. Nikolaus wurde im 18. Jahrhundert von einer ursprünglich romanischen Pfeilerbasilika zur barocken Kirche umgebaut.
1802 fiel das Kloster an Württemberg, das Chorherrenstift wurde aufgehoben. Von 1807-10 war es Apanageschloss für Prinz Paul von Württemberg, von 1817 bis 1909 Sitz des Königlich-Württembergischen Ehreninvalidenkorps für verarmte, invalide Soldaten und ab 1926 Sitz der ersten württembergischen Heimvolkshochschule. Ab 1934 waren hier eine nationalsozialistische Schulungsanstalt und ab 1939 auch Kriegsgefangene untergebracht.

Seit 1947 ist die Comburg einer der Standorte der Landesakademie zur Lehrerfortbildung. Tagungen sind möglich.


Kloster Großcomburg
Informations- und Medienzentrum mit Museumscafé
Großcomburger Weg 5
74523 Schwäbisch Hall
Telefon +49 (0)7 91/ 93 81 85
Telefax +49 (0)7 91/93 81 86
www.kloster-grosscomburg.de