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Spalt

      Burgen & Schlösser

Spalt liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Nürnberg inmitten des Fränkischen Seenlands mit Roth-, Brombach- und Altmühlsee. Das schmucke Städtchen ist geprägt von der jahrhundertealten Tradition des Hopfenanbaus, der hier seit fast 700 Jahren belegt ist. Dass das aromatische Hanfgewächs im Spalter Hügelland besonders gut gedeiht, verdankt die Region idealen Boden- und Klimaverhältnissen. Die Qualität war so hervorragend, dass der Eichstätter Fürstbischof Christoph von Pappenheim der.... [Mehr über Spalt]



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Burg Wernfels

Hoch über dem idyllischen Rezattal in herrlicher Alleinlage oberhalb des gleichnamigen Spalter Ortsteils liegt die Burg Wernfels. Mit ihrer herausgehobenen Position, dem klassisch-kompakten Grundriss und den Buckelquader-Fassaden entspricht sie recht genau dem Idealbild einer romantischen Ritterburg. Seit 1925 ist Burg Wernfels im Besitz des CVJM-Landesverbands Bayern, der sie zu einer der beliebtesten Jugendherbergen in Deutschland um- und ausgebaut hat.

Die ältesten noch erhaltenen Teile der Burg datieren aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, doch archäologische Funde deuten darauf hin, dass der Burgfelsen bereits zuvor schon besiedelt war. Bis ins Jahr 1200 gehörte der Grund wohl den Grafen von Abenberg. Für 1283 ist der Ministeriale Albertus II. „dictus Rindesmul de Werdenfels“ als Besitzer nachweisbar, der die Burg auf dem „wertvollen Fels“ 1284 an den Eichstätter Fürstbischof Reinmoto von Meilenhart verkaufte. In der Folge wird sie über 500 Jahre lang als Amtssitz des Eichstätter Pflegamts Wernfels-Spalt genutzt und Stück für Stück weiter ausgebaut: So entstanden im 14./15. Jahrhundert ein hoher, spitzbehelmter Turm, eine Ringmauer mit einem Torturm, eine Zugbrücke und ein größeres Kastnerhaus. Im Jahr 1600 ließ Bischof Johann Conrad von Gemmingen das Innere der bislang gotischen Burg im Renaissance-Stil umbauen, um 1700 entsteht die Schlosskapelle St. Anna auf der Südseite des Burghofs, 1785 kommt eine Dienstbotenwohnung mit einem Wehrgang zum inneren Torhaus hinzu.

Im Zuge der Säkularisierung geht die bereits vom Verfall bedrohte Burg 1803 in Privatbesitz über. 1882 erwirbt sie der Münchner Kunstprofessor und „Schlachtenmaler“ Louis Braun und beginnt mit der Sanierung der verfallenden Anlage. Fenster, Türen, Öfen werden erneuert, der Rittersaal im zweiten Stock zum Atelier umfunktioniert. 1918 verkauft Brauns Witwe die Burg an Frau Valeska Schonath, die sie ihrerseits sieben Jahre später an den Bayerischen Evangelischen Jungmännerbund, dem Vorläufer des heutigen CVJM Bayern, veräußert. Die jungen Christen machen die Burg mit viel Idealismus, enormen Spendensummen und über 10.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden wieder bewohnbar. In der Folge mausert sich Burg Wernfels zum Herzstück der evangelischen Jugendarbeit in Bayern, bis diese von den Nationalsozialisten Ende 1933 unterbunden wird. Heimlich trifft man sich dennoch auf der Burg, Teilnehmer ohne offiziellen Urlaubsschein verstecken sich bei Gestapo-Kontrollen in einem geheimen Gang, der bis heute existiert. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 wird es still auf der Burg. Spätestens ab Frühjahr 1941 wird sie die Burg von der Volksdeutschen Meldestelle genutzt, um dort sog. volksdeutsche Rückkehrer vornehmlich aus Osteuropa unterzubringen.

Mit dem Ende des Krieges fällt die Burg wieder zurück an den nachmaligen CVJM Bayern, der sie – unterstützt von den amerikanischen Besatzern – erneut instand setzt und mit Leben füllt. Ab 1965 wird die Anlage umfassend renoviert und modernisiert. Mitte der 1970er Jahre beginnt die Mitgliedschaft im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH), die der Burg viele neue Gäste bringt: Schulklassen, Jugendgruppen, Familien. Burg Wernfels wird zum Erlebnisort – und wächst buchstäblich mit ihren Aufgaben. Immer neue bauliche Veränderungen und Ergänzungen machen sie im Laufe der Jahrzehnte zu dem, was sie heute ist: ein Ort der Jugend und Begegnung, der mittelalterliches Flair und moderne Ausstattung vereint.


Burg Wernfels
CVJM Burg Wernfels
Burgweg 7-9
91174 Spalt
Telefon +49 (0) 9873 976120
Telefax +49 (0) 9873 244
burg@cvjm-bayern.de
www.burg-wernfels.de

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