Das Münzmeisterhaus, 1288 urkundlich erwähnt, besteht seit 1333 und zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern Deutschlands. Bei der Bauart des Holzgerüstes handelt sich um eine „alemannische“ Konstruktion. Die Geschichte des Hauses ist eng verbunden mit der einflussreichen Familie der Münzmeister, der späteren Herren von Rosenau. Mehrfach stellte die Familie Ratsherren und Bürgermeister der Stadt.
Münzmeisterhaus
Ketschengasse 7
96450 Coburg
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Durch den Torbogen des Münzmeisterhauses gelangt man in die Neugasse. Dort steht das älteste heute noch existierende Privathaus der Stadt, die Steinerne Kemenate. Errichtet wurde das Gebäude im 12. Jahrhundert. Genaue Daten sind allerdings nicht mehr bekannt. Die eher einfache Fassade schmückt ein wuchtiger Treppengiebel, außerdem sind typisch gotische Formen erkennbar.
Steinerne Kemenate
Neugasse 1
96450 Coburg
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Der Blick von den Arkaden über den Coburger Schlossplatz ist zu jeder Tages- und Nachtzeit beeindruckend: Rechts erhebt sich imposant das Landestheater und das Edinburgh-Palais und zur Linken thront mit seiner prächtigen neugotischen Sandstein-Fassade Schloss Ehrenburg. In einer langwierigen Umbauphase bis 1843 ließ Herzog Ernst I. den Schlossplatz in seiner heutigen Form mit den charakteristischen Arkaden im Stil der italienischen Spätrenaissance erschaffen.
Heute werden auf dem Schlossplatz in den Sommermonaten Konzerte und Feste veranstaltet, gleich dahinter beginnt der Hofgarten, der sich bis zu Veste Coburg erstreckt.
Schlossplatz
Schloßplatz
96450 Coburg
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Das Landestheater Coburg bietet ein einzigartiges Ambiente, in dem historische Architektur und gegenwärtige Kultur miteinander verschmelzen. 1827 von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha als Herzogliches Hoftheater mit eigenem Ensemble gegründet und ab 1840 am heutigen zentralen Standort auf dem Schlossplatz beheimatet, zählt das Dreispartenhaus zum kulturellen Mittelpunkt der Vestestadt.
Neben dem Großen Haus, das 550 Besuchern Platz bietet, gehört seit 1985 auch eine Studiobühne mit 99 Zuschauerplätzen zum Theater – die sogenannte Reithalle, die Raum für intimere Inszenierungen gibt. Insgesamt kommen an den Spielstätten des Landestheaters ungefähr 240 Vorstellungen pro Spielzeit, 33 Produktionen in Schauspiel, Musiktheater (Oper, Operette, Musical) und Ballett zur Aufführung. Feste Bestandteile des Spielplans sind darüber hinaus ein vielseitiges Angebot für Kinder und Jugendliche sowie ein umfangreiches Konzertprogramm. Weitere Informationen
Landestheater
Schloßplatz
96450 Coburg
Telefon +49 (0) 9561 89-8989
www.landestheater-coburg.de
Seit 1438 befindet sich das Rathaus an der Südseite des Marktplatzes (vorher Kirchhof). Das ursprüngliche gotische Gebäude, das dort stand, wo heute der Haupteingang ist – war nicht nur Rathaus, sondern auch Kaufhaus. 1570 erwies sich der Bau als zu klein und es wurde im Stil der Renaissance an der Ecke zur Ketschengasse ein Neubau errichtet. 1750 wurden beide Gebäudeteile miteinander verschmolzen.
Lediglich der markante „Coburger Erker“ an der Ecke zur Ketschengasse blieb unverändert. Weiterhin erhalten blieb der Rathaussaal mit seiner mächtigen Holzbalkendecke, die auf drei schraubenförmig geschnitzten Eichensäulen ruht.
Rathaus
Markt 1
96450 Coburg
Telefon +49 (0) 9561 89-0
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Der spätgotische Hallenbau wurde Mitte des 18. Jh. im Inneren barockisiert. Die Kirche ist die älteste Coburgs und authentischer Predigtort Martin Luthers 1530. Im Chor befindet sich das 13 m hohe von Herzog Johann Casimir in Auftrag gegebene Alabaster-Epitaph von Nikolaus Bergner (1598). Die Schuke-Orgel (1989) wurde in den nach originalen Maßen wiederhergestellten Orgelprospekt von 1740 eingebaut. In Zusammenhang mit der Innenrenovierung 2016 wurde der Altarraum neu gestaltet.
Sankt-Moriz-Kirche
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Coburg, Pfarrgasse 7
96450 Coburg
Telefon +49 (0) 9561 871424
www.morizkirche-coburg.de
Die geschichtsträchtige Hofapotheke wurde 1543 von Cyriacus Schnauß als erste Apotheke der Stadt eröffnet. Sie befindet sich in einem mittelalterlichen Haus am Markt 15. Noch heute ist die Geschichte der Apotheke in den seit Jahrhunderten liebevoll instand gehaltenen historischen Räumen zu spüren. Eine um 1500 entstandene Muttergottesfigur mit Christus auf dem Arm (auf einer Mondsichel stehend) befindet sich an einer Gebäudeecke.
Hofapotheke
Markt 15
96450 Coburg
Telefon +49 (0) 9561 80120
www.hofapo.com
Als Gegenpol zur bürgerlichen Verwaltung ließ Herzog Johann Casimir das ehemalige Regierungsgebäude ab 1597 errichten. Der Bau zeichnet sich durch seine „Coburger Erker“ und die figurenbesetzten Giebel aus. Die steinernen Schmuckbänder aus Wappen, Tierköpfen und allegorischen Darstellungen an den Erkern sind besonders filigran vom Architekten Peter Sengelaub gearbeitet. Mannshohe Steinfiguren in Ritterrüstungen überragen die Fassade. Ein Meisterwerk der Steinmetzkunst ist das Portal in der Spitalgasse.
Stadthaus
Marktplatz
96450 Coburg
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Der Marktplatz ist das Herzstück Coburgs. Umrahmt von eindrucksvollen historischen Gebäuden, mit Cafés rundherum sowie einem Verkaufsstand für Coburger Bratwürste, die über Kiefernzapfen und Buchenholz gebraten werden, zieht er die Besucher an. Grund genug für die Fachzeitschrift GEO, ihn zum „schönsten Marktplatz Bayerns" zu küren.
In der Mitte befindet sich das Prinz-Albert-Denkmal. Es war ein Geschenk seiner Frau, Queen Victoria von England, an Coburg. Die Statue zeigt Albert im Ornat eines Ritters des Hosenbandordens. In der rechten Hand hält er die Aufrisszeichnung des Londoner Kristallpalastes.
Marktplatz mit Prinz-Albert-Denkmal
Marktplatz
96450 Coburg