Der Bau aus dem Jahr 1684 wurde als Rat-, Kauf- und Tanzhaus errichtet. Im Untergeschoß boten Bäcker und Metzger ihre Produkte feil. Das erste Stockwerk beherbergte eine große, dreischiffige Halle, die als "Tanzboden" und Markthalle diente. Im zweiten Obergeschoß waren die Ratsstuben der Stadt untergebracht. Von 1865 bis 1972 wurde das Gebäude als Schulhaus genutzt. An diese Zeit erinnern die 1889/90 eingebauten, übergroßen Fenster in der Südfassade. Nach umfassender Sanierung zwischen 1984 und 1987 befindet sich heute in den oberen Stockwerken das Wolfram-von-Eschenbach-Museum.
Wolframs-Eschenbach: Altes Rathaus
Wolfram-von-Eschenbach-Platz 9
91639 Wolframs-Eschenbach
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Bereits 1857 hatte sich der bayerische König Maximilian II. an dem Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Nationaltheater in Weimar beteiligt, indem er das Erz dafür stiftete. In der Folge beauftragte er eine Kommission mit der Errichtung eines Wolfram-Denkmals im fränkischen Eschenbach. Der Bildhauer Konrad Knoll modellierte das Standbild, das Wolfram durch Harfe, Lorbeerkranz und Schwert als Sänger, Dichter und Ritter darstellt. Eduard von Riedel, der später auch die Pläne für Schloss Neuschwanstein lieferte, schuf Sockel und Brunnen. Am 1. Mai 1861 wurde das Denkmal vor Publikum aus nah und fern auf dem Marktplatz enthüllt.
Wolframs-Eschenbach: Wolfram-Denkmal
91639 Wolframs-Eschenbach
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Der 63 Meter hohe Turm des Liebfrauenmünsters überragt als Landmarke weithin sichtbar die Stadt. Auffallend ist der Turmhelm aus bunt glasierten Ziegeln, deren Motive Bezug auf die Geschichte von Kirche und Ort nehmen, unter anderem mit dem Stadtwappen, einem schwarzen Kreuz auf weißem Grund als Wappen des Deutschen Ordens und einem weißen Bischofsstab auf rotem Grund als Wappen der Diözese Eichstätt.
Im Inneren erinnert eine Gedenkplatte aus dem Jahr 1922 an den Minnesänger Wolfram von Eschenbach, dessen Grab sich in der Kirche befindet. Das wertvollste Ausstattungsstück ist der Rosenkranzaltar aus der Zeit um 1510/20.
Wolframs-Eschenbach: Liebfrauenmünster
Wolfram-von-Eschenbach-Platz 7
91639 Wolframs-Eschenbach
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Der Weg rund um die Altstadt lädt zum Schmökern in der fränkischen Seele ein. Auf einer Länge von 2,3 Kilometern führt er entlang der vollständig erhaltenen Stadtbefestigung sowie über den Schießweiher und den Badeweiher. Auf 15 Tafeln werden Schriftsteller aus verschiedenen Epochen - vom Mittelalter bis heute - vorgestellt, deren Werk oder Leben eine Verbindung zu Franken haben. Dazu gehören bekannte Namen wie Hans Sachs, Ludwig Tieck und Jean Paul, weitgehend vergessene Autoren wie Anton Schnack aus Mainfranken und die einheimischen Autoren Gerd Scherm, Horst Prosch, Peter Dreyling und nicht zuletzt Wolfram von Eschenbach.
Wolframs-Eschenbach: Literaturweg Franken
91639 Wolframs-Eschenbach
www.wolframs-eschenbach.de