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Fränkische Schweiz

      Burgen & Schlösser

Die Fränkische Schweiz liegt im Städtedreieck Nürnberg – Bamberg – Bayreuth. Das Vorstellungsbild dieser Urlaubsregion ist von bizarren Felstürmen, idyllischen Obstwiesen, romantischen Burgen, verwunschenen Höhlen und malerischen Mühlen geprägt. Die Burgenstraße berührt zehn sehenswerte Ziele in der Fränkischen Schweiz: Forchheim mit der „Kaiserpfalz“, das „Herz der Fränkischen Schweiz“ Ebermannstadt, Muggendorf-Streitberg mit der Binghöhle, Egloffstein im Trubachtal, Gößweinstein.... [Mehr über Fränkische Schweiz]



Forchheim Kaiserpfalz ©StadtForchheim  Forchheim - Kaiserpfalz
Forchheim - Kaiserpfalz.

Kaiserpfalz Forchheim

Die Kaiserpfalz liegt in der historischen Altstadt von Forchheim. Sie beherbergt heute das Pfalzmuseum. Innenhof und Graben, Erdgeschoss und Gewölbekeller bieten ein außergewöhnliches Ambiente für Veranstaltungen. Der Gewölbekeller wird für private Feierlichkeiten vermietet.

Die so genannte "Kaiserpfalz" in Forchheim, eigentlich ein Schloss der Bamberger Bischöfe, wurde zwischen 1350 und 1400 erbaut. Aufgrund ihrer Wandgemälde, die aus dem 14. Jahrhundert stammen und die ältesten in Franken sind, ist die "Kaiserpfalz" weit über die Grenzen Forchheims hinaus bekannt. Im frühen Mittelalter, als der König beziehungsweise der Kaiser noch über keine festen Residenzen verfügten, waren Pfalzen über das ganze Land verteilt. Solch eine Anlage ist auch für Forchheim urkundlich belegt, aber Standort und Aussehen sind bis heute unbekannt. Bis weit in unsere Tage glaubte man, die Pfalzanlage hätte sich an der Stelle des späteren Bischofsschlosses befunden. Das einstige Bischofsschloss wurde Ende des 14. Jahrhunderts unter dem Bamberger Fürstbischof Lambert von Brunn erbaut. Das Forchheimer Schloss diente den Bamberger Bischöfen als zweite Residenz zu Amts- und Repräsentationszwecken. In unruhigen Zeiten bot das Schloss dem obersten Landesherren Schutz und Zuflucht, denn mit den starken Befestigungsanlagen war die Stadt Forchheim das südlichste Bollwerk des Hochstiftes Bamberg.


Kaiserpfalz Forchheim
Kapellenstraße 16
91301 Forchheim
Telefon +49 (0) 91 91/ 714-327
Telefax +49 (0) 91 91/ 714-375
kaiserpfalz@forchheim.de
kaiserpfalz.forchheim.de

Egloffstein Burg ©Tourismusverein Egloffstein M.Wirth  Egloffstein - Burg Egloffstein und Pfarrkirche St. Bartholomäus
Egloffstein - Burg Egloffstein und Pfarrkirche St. Bartholomäus.

Burg Egloffstein

Der Stammsitz der Freiherren von Egloffstein liegt malerisch auf einer Felsspitze über dem gleichnamigen Ort ehoch über dem Trubachtal. Die Burg kann im Rahmen von regelmäßigen Führungen und auf Anmeldung von Gruppen besichtigt werden. Standesamtliche Trauungen sind in Absprache mit dem Standesamt Egloffstein im Rittersaal oder im Innenhof der Burg möglich.

Die Geschichte der Burg ist von Fehden mit dem Hochstift Bamberg geprägt. In einer Stiftungsurkunde des Bamberger Domkapitels wird die Burg 1184 erstmals erwähnt. Im Bauernkrieg 1525 brannten aufständische Bauern die Burg nieder. 1563 wurde die wiedererstellte Burg bei Streitigkeiten des Burgherrn mit dem Bamberger Bischof besetzt und verwüstet. Im Dreißigjährigen Krieg brachten die Jahre 1632 und 1645 erneut so starke Beschädigungen, dass die Burg aufgrund mangelnder Mittel nicht mehr in vollem Umfang aufgebaut wurde. Von der einstigen Burganlage ist heute noch die Haupt- oder Oberburg vorhanden. 1750 wurde anstelle der alten Schloßkapelle die jetzige evangelische Pfarrkirche St. Bartholomäus errichtet. Die heutige Gestalt erhielt die Burg durch Umbauten und Erweiterungen im 18. und 19. Jahrhundert.

 


Burg Egloffstein
Rittergasse 80b
91349 Egloffstein
www.fraenkische-schweiz.com

Jugendhaus Burg Feuerstein

Die Burg und das gesamte Areal dienen als katholische Jugend- und Begegnungsstätte. Das moderne Jugendhaus widmet sich der Jugendpflege sowie der Jugendbildungs- und Kulturarbeit. 1961 wurde die Kirche „Verklärung des Herrn“ eingeweiht. Kirchenführungen für alle Altersgruppen sind möglich.

Bei der Burg Feuerstein handelt es sich nicht um eine Burg im eigentlichen Sinne, sondern um eine Anlage, die wie eine Burg aussieht. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg 1941 im Auftrag des Oberkommandos der Wehrmacht von dem Physiker Professor Oskar Vierling, der an der Technischen Hochschule Hannover einen Lehrstuhl innehatte, errichtet. Die Gestalt einer Burg diente lediglich zu Zwecken der Tarnung, der Bau sollte äußerlich anderen Burgen in der Fränkischen Schweiz ähneln. Zudem war man auf der Suche nach einem Standort, der möglichst zentral im damaligen Deutschen Reich liegt. So fiel die Wahl auf Ebermannstadt und einen Berg mit dem Flurnamen „Feuerstein“. Burg Feuerstein war zu dieser Zeit ein Labor, in dem Forschungen in der Hochfrequenztechnik und Elektroakustik angestellt wurden. Bis 1945 waren dort 250 Angestellte beschäftigt. Der Turm diente zum Test der ersten Richtfunkstrecke. Zum Kriegsende beschlagnahmten amerikanische Soldaten die Anlage.

1946 wurde die Burg vom Erzbistum Bamberg zunächst gepachtet und 1949 schließlich erworben.


Jugendhaus Burg Feuerstein
Burg Feuerstein 2
91320 Ebermannstadt
Telefon +49 (0) 91 94/ 76 74-0
burg-feuerstein.de

Wiesenttal Burgruine  Wiesenttal - Burgruine Neideck
Wiesenttal - Burgruine Neideck.

Burgruine Neideck

Die Burgruine Neideck ist öffentlich zugänglich und vom Parkplatz des Waldschwimmbades in Streitberg aus über einen beschilderten Fußweg zu erreichen. Vom Turm aus bietet sich ein herrlicher Blick über das Wiesenttal
und zur gegenüberliegenden Ruine Streitburg.

Die Burg war früher Stammsitz des mächtigen Geschlechts der Schlüsselberger, die früheren "Geschäftsführer" der heutigen Fränkischen Schweiz. Graf Konrad von Schlüsselberg errichtete 1347 eine Zollstelle im Wiesenttal und provozierte damit seine Nachbarn. Die Nürnberger und Würzburger Bischöfe griffen daraufhin die Neideck an und trafen den Grafen tödlich. Eine Anekdote erzählt, er sei gerade auf dem stillen Örtchen, das über die Mauer hinausragte, gesessen und dabei "erworfen" worden. Daraufhin fiel die Burg den Bambergern Bischöfen zu. Im zweiten Markgrafenkrieg wurde sie von Anhängern der Markgrafen Brandenburg/Kulmbach so stark zerstört, daß man sie nicht wieder aufbaute. Die Trümmer der Ruine dienten als Baumaterial. Im 18. Jahrhundert entdeckte man Juramarmor (dichten Jurakalk) unter der Burg, den man abbauen wollte, so daß die Burg weiter zerstört wurde. Zum Bau der Würzburger Residenz verwendete man dann den Jurakalk.

In der Zeit der Romantik wurde sie zum beliebten Motiv von Literaten, Dichtern und Malern.


Burgruine Neideck
91346 Markt Wiesenttal
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Wiesenttal Streitberg ©FrankentourismusFRSHub  Markt Wiesenttal - Blick auf den Streitberg mit Streitburg
Markt Wiesenttal - Blick auf den Streitberg mit Streitburg.

Ruine Streitburg

Gegenüber der Ruine Neideck liegt die Ruine Streitburg, die einen wunderschönen Ausblick auf das Wiesenttal und die Ruine Neideck bietet. Von der ursprünglichen mittelalterlichen Adelsburg sind heute nur noch das Burgtor und Teile der Wallmauer erhalten.

Die Burg wurde Anfang des 12. Jahrhunderts genau dort errichtet, wo das Wiesenttal einen Knick beschreibt, und war daher von großem strategischem Interesse. Erster Burgherr war Walter de Stritberg. Im Bauernkrieg noch unversehrt wurde die Burg 1553 im Zweiten Markgrafenkrieg zerstört. Bis 1565 erfolgte der Wiederaufbau als Renaissanceschloss, das im Dreißigjährigen Krieg 1632 durch kaiserliche Truppen schweren Schaden nahm. Nach ihrer Wiederherstellung diente sie von 1657 bis 1791 als Sitz eines markgräflichen Amtes. 1803 gelangte sie in den Besitz des bayerischen Staates, der sie 1812 an die Gemeinde Streitberg verkaufte. Von 1811 bis 1814 wurde die Anlage als Steinbruch benutzt und fast vollständig abgetragen.


Ruine Streitburg
Streitburg Nr. 3
91346 Markt Wiesenttal
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Goessweinstein Burg  Gößweinstein - Burg Gößweinstein
Gößweinstein - Burg Gößweinstein.

Burg Gößweinstein

Hoch über dem Wallfahrtsort Gößweinstein, bekannt durch die beeindruckende Basilika von Balthasar Neumann, liegt die Burg Gößweinstein. Der Legende nach soll sie Richard Wagner, der Burg besucht hat, als Vorbild zur Gralsburg in seiner Oper Parsifal gedient haben. Burgkapelle, Verlies, Kemenate und romanisches Zimmer sind zu besichtigen. Von der Burg aus bietet sich ein herrlicher Blick über das Tal des Flüsschens Wiesent.

Der Name Gößweinstein geht auf Graf Goswin vom Grabfeldgau zurück, der hier im 11. Jahrhundert gelebt hat und die Burg erbaute. 1076 erstmals urkundlich erwähnt, gehört sie zu den ältesten Festungsanlagen in der Fränkischen Schweiz. Vom 12. Jahrhundert an war sie jahrhundertelang Amtssitz des Bistums Bamberg. Im Bauernkrieg 1525 wurde sie zerstört, wurde jedoch als Strafe von den Bauern bis 1532 wiederaufgebaut. Mit der Säkularisation kam sie an das Königreich Bayern und wurde 1809/10 renoviert. Im Jahre 1875 wurde sie von den Freiherrn von Sohlern erworben. Von den neuen Burgherren erhielt sie ihr heutiges Aussehen: Ab 1890 veränderten sie die Burg, der Burgenromantik des 19. Jahrhunderts entsprechend, im neugotischen Stil. Die Nachfahren der Freiherren von Sohlern kümmern sich noch heute um die Erhaltung der Anlage.


Burg Gößweinstein
Burgstraße 30
91327 Gößweinstein
https:

Pottenstein Burg  Pottenstein - Burg Pottenstein
Pottenstein - Burg Pottenstein.

Burg Pottenstein

Die bizarr auf einem Felsen gelegene Burg Pottenstein gilt als die älteste Burg in der Fränkischen Schweiz. Die Anlage beherbergt ein Museum, das vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher und Briefe, und drei als Ensemble eingerichtete Schauräume präsentiert. Große Teile der Burg sind zu besichtigen. Der parkartige Garten der Oberburg bietet eine herrlichen Ausblick auf Stadt und Umgebung.

Die Burg war Wohnsitz des Botho von Kärnten (1027/28 – 1104), der durch Heirat in den Besitz der Gegend um Pottenstein gekommen war. Bereits Anfang des 12. Jahrhunderts ging sie an das Bistum Bamberg über und diente den Bamberger Bischöfen bis zur Säkularisierung 1803 über 700 Jahre als Amtsburg. Zwischen Ostern und Pfingsten 1228 hielt sich die Landgräfin Elisabeth von Thüringen, die „Heilige Elisabeth“ nach ihrer Flucht von der Wartburg für einige Wochen hier auf, da Pottenstein die Amtsburg ihres Onkels, des Bamberger Bischofs Ekbert von Andechs-Meranien war. An den prominenten Besuch erinnert das Elisabethzimmer im ehemaligen Wohnturm. Im Bauernkrieg 1525 wird die Burg zwar besetzt und geplündert, jedoch nicht in Brand gesetzt. Im Zweiten Markgrafenkrieg werden Teile der Burg, unter anderem die Kapelle, von Ansbach-Kulmbacher Truppen zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg 1634 kann die Burg jedoch erfolgreich gegen den schwedischen Oberst von Cratz verteidigt werden. Als der Amtssitz 1750 von der Burg in die Stadt verlegt wird, verfällt die Burg zusehends. 1878 gelangt sie in Privatbesitz. Seit 1918 ist sie Eigentum der Freiherren von Wintzingerode.


Burg Pottenstein
Burgstraße 13
91278 Pottenstein
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Waischenfeld Steinerner-Beutel  Burg Waischenfeld - Steinerner Beutel
Burg Waischenfeld - Steinerner Beutel .

Burg Waischenfeld

Der „Steinerne Beutel“, ein Rundturm der einstigen Burganlage, ist das Wahrzeichen von Waischenfeld. Im Oberamtsschloss, dem einzigen noch erhaltenen Gebäude der Burganlage, befindet sich heute die Burgschänke. Die Burg kann für Firmen- und Familienfeiern genutzt werden. Burghof und Aussichtsplattform sind jederzeit zugänglich.

Burg Waischenfeld wurde 1122 erstmals urkundlich erwähnt und befand sich im Besitz der Edelfreien von Waischenfeld, die schon 1216 mit dem Tode Ulrichs von Waischenfeld ausstarben. Burg und Herrschaft Waischenfeld gingen auf Eberhard III. von Greifenstein über, der jedoch südlich von Waischenfeld die Burg Schlüsselberg errichtete und 1219 in einer Urkunde erstmals „von Schlüsselberg“ genannt wird. Unter Konrad II. von Schlüsselberg erlangte der Ort Waischenfeld 1315 Stadtrechte. Als er starb, kamen Burg sowie Stadt Waischenfeld 1348 zum Hochstift Bamberg, das hier ein Amt einrichtete. Zwischen 1438 und 1562 wurde Waischenfeld wiederholt an Adelige verpfändet. 1518/19 und 1589/90 wurde das so genannte Oberamtsschloss erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Burg schwere Schäden. Das „Alte Haus“, die ursprüngliche Burg der Edelfreien von Waischenfeld, diente etwa seit 1600 als Getreidespeicher und verfiel nach und nach. Als das Königreich Bayern 1806 das Oberamt Waischenfeld übernahm, standen die Gebäude leer. Während das Oberamtsschloss weiter genutzt wurde, begann man damit das alte Schloss abzutragen. 1876/77 und 1889 erfolgte der endgültige Abbruch.

 


Burg Waischenfeld
Schlossberg 20
91344 Waischenfeld
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Aufsess Schloss Unteraufsess  Aufseß - Schloss Unteraufseß
Aufseß - Schloss Unteraufseß.

Schloss Unteraufseß

Schloss Unteraufseß ist die Stammburg der Familie von und zu Aufseß. Im Meingoz-Steinhaus ist das Studierzimmer von Hans Freiherr von und zu Aufseß erhalten, des Begründers des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Im Rahmen einer Führung können diese Räumlichkeiten, die Familienkapelle, der Ahnensaal, weitere Räume im Schloss und die Schlosskirche aus dem 18. Jahrhundert besichtigt werden. Im Ahnensaal des Schlosses sind Trauungen möglich.

Die Familie von Aufseß fand 1114 erstmals urkundliche Erwähnung. Der Sage nach reicht die Geschichte dieses fränkischen Adelsgeschlechtes bis ins Jahr 1007 zurück, als ein Ritter Heinrich von Ufsaze mit König Heinrich, dem späteren Kaiser Heinrich II nach Franken kam. Das älteste Burggebäude ist das so genannte Meingoz-Steinhaus von etwa 1136 (oder früher). Die Burganlage war im Mittelalter viel umfangreicher als heute. Um die innere Burg, wie sie heute noch besteht, schloss sich eine äußere Burg, die mit Mauern und Toren befestigt war, und den ganzen jetzigen Ortsteil Haag umfasste. Es folgten aber zahlreiche Zerstörungen im Hussitenkrieg, Bauernkrieg und Dreißigjährigen Krieg. Die heutige barocke zweiflügelige Anlage stammt von 1677.


Schloss Unteraufseß
Schlossberg
91347 Aufseß
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Aufsess Schloss-Oberaufsess  Aufseß - Schloss Oberaufseß mit Neubauturm
Aufseß - Schloss Oberaufseß mit Neubauturm.

Schloss Oberaufseß

Schloss Oberaufseß liegt oberhalb des Ortes Aufseß und wird von einer Außenmauer mit vier Türmen umschlossen. Es befindet sich im Eigentum der Freiherren von und zu Aufseß, einem über 900 Jahre alten Adelsgeschlecht in der Fränkischen Schweiz, und dient der Familie als Wohnsitz. Nach Terminvereinbarung sind Führungen für Gruppen ab 10 Personen möglich.

Das Schloss wurde 1690 durch Karl Heinrich von Aufseß errichtet. Zuvor hatten sich die Brüder Friedrich und Karl Heinrich, die gemeinschaftlich Schloss Unteraufseß besaßen, wegen ihrer Religionsauffassung getrennt. Friedrich blieb in der katholischen Stammburg. Der evangelische Karl Heinrich entschloss sich daher auf einem Berg oberhalb der Stammburg ein festes Schloss mit Mauern und Türmen zu erbauen, welches er Oberaufseß nannte. Seit dieser Zeit bestehen in Aufseß zwei Linien der Familie mit zwei Schlössern. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die mit fünf Türmen sehr wehrhaft angelegte Burganlage durch einen "Neubauturm" eine schlossähnliche Aufwertung. Hans Max von Aufseß, der in Oberaufseß bis 1993 lebte, schrieb über die "geliebte Fränkische Schweiz" viele Essays, die in Büchern oder Bildbänden veröffentlicht wurden. Heute leben seine Nachfahren in dem Teil der Burganlage, der vor gut 300 Jahren zu einem Wohnsitz ausgebaut wurde.


Schloss Oberaufseß
Schloss Oberaufseß
Oberaufseß 1
91343 Aufseß

Heiligenstadt Schloss ©TourismuszentraleFraenkischeSchweiz  Heiligenstadt - Schloss Greifenstein
Heiligenstadt - Schloss Greifenstein.

Schloss Greifenstein

Schloss Greifenstein, hoch auf einem Felsen über Heiligenstadt gelegen, befindet sich seit 300 Jahren nahezu unverändert im Besitz der Schenken von Stauffenberg, die es bis heute bewohnen. Eine Reihe von Räumen, die seit Jahrhunderten nahe unverändert geblieben sind, ist zu besichtigen. Neben antikem Mobiliar, kunstvoll eingelegten Fußböden und Stuckdecken ist die große Waffensammlung beeindruckend, die den weiten Bogen von mittelalterlichen Turnierrüstungen über Kampfwaffen aus dem 30-jährigen Krieg bis hin zu Waffen aus beiden Weltkriegen spannt. Im Schloss und der Kapelle sind Trauungen möglich, der private Schlossgarten kann angemietet werden.

Bei ihrer ersten urkundlichen Erwähnung 1172 war die ursprüngliche Burg im Besitz von Eberhard de Grifenstin aus dem Haus der Schlüsselberger, zu dieser Zeit das mächtigste Adelsgeschlecht in der Fränkischen Schweiz. Als sie ausstarben folgten die Herren von Streitberg. Nach Zerstörung und Plünderung im Bauernkrieg 1525 erfolgte der Wiederaufbau im Stil der Renaissance. Nachdem die Streitberger ausgestorben waren, fiel die Anlage an das Hochstift Bamberg, den Lehnsherrn, zurück. Für seine Verdienste um das Hochstift Bamberg erhielt Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg (1644–95) Greifenstein als Lehen, verbunden mit dem Recht auf Übertragung an seine männlichen Blutsverwandten. In seinem Auftrag erfolgte durch Leonhardt Dientzenhofer 1691 bis 93 der Umbau des baufälligen Renaissancebaus in ein barockes Jagdschloss.

Das Lehensverhältnis endete mit der Säkularisation des Hochstifts Bamberg, Schloss Greifenstein wurde freies Eigentum der Schenken von Stauffenberg.


Schloss Greifenstein
Greifenstein 2A
91332 Heiligenstadt
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Memmelsdorf Schloss ©FrankentourismusFRSHub  Memmelsdorf - Schloss Seehof
Memmelsdorf - Schloss Seehof.

Schloss Seehof

Schloss Seehof, nur wenige Kilometer von Bamberg entfernt, war Sommerresidenz und Jagdschloss der Bamberger Fürstbischöfe. Zu besichtigen sind neun Schauräume des restaurierten Appartements der Fürstbischöfe. In der Sommersaison sind zu jeder vollen Stunde die Wasserspiele der Kaskade im Schlosspark zu sehen. Eine Besonderheit ist das Orangerieparterre vor den beiden Orangeriegebäuden, dessen über 160 Zitruspflanzen mit Blütenduft und leuchtenden Früchten beeindrucken.

Die Bamberger Fürstbischöfe errichteten Schloss Seehof von 1687 bis 1696. Da Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg dazu den Auftrag erteilte, wurde das Schloss nach ihm auch Marquardsburg genannt. Von den jeweils residierenden Bischöfen wurden das Schloss und insbesondere die Parkanlage immer weiter ausgebaut. Ihre heutige Größe erlangte die Gartenanlage mit den Fontänen, Brunnen sowie Boskettquartier und Heckentheater unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn. Der Höhepunkt der Gartenbaukunst wurde allerdings unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim erreicht. Er ließ zwischen 1757 und 1779 unter anderem ein Labyrinth, Wasserspiele und über 400 Steinfiguren des Hofbildhauers Ferdinand Tietz integrieren, der zu den bekanntesten Bildhauern des fränkischen Rokokos zählte.

Nach der Säkularisation 1802 gelangte das Schloss in Privatbesitz und verwahrloste zusehends, da sich der riesige Besitz von den Eigentümern nicht halten ließ. 1975 erwarb der Freistaat Bayern das Schloss und sanierte die Anlage in den folgenden Jahren umfangreich.


Schloss Seehof
96117 Memmelsdorf
Telefon +49 (0) 951/ 40 95-71
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