Wo die Fränkische Schweiz am typischsten ist, zwischen Fels, Wasser, Wald, Mühlenromantik und schmucken Fachwerkhäusern, liegt Pottenstein. Der staatlich anerkannte Luftkurort am Zusammenfluss von Püttlach, Weihersbach und Haselbrunnbach ist nicht umsonst eines der beliebtesten Ferienziele der Region. Eingebettet in eine wahrhaft wildromantische Kulisse, punktet Pottenstein mit vielfältigen Attraktionen – von der weltbekannten Teufelshöhle bis zum Fossilklopfplatz, vom idyllischen Felsenfreibad bis zum actionreichen Erlebnisfelsen und vom Scharfrichtermuseum bis zum Andachtsweg. Dieser einzigartige Mix aus Entspannung und Erlebnis sorgt dafür, dass hier nicht nur Erholungssuchende, sondern auch Abenteuerlustige, Bildungsbeflissene, Kulinarikfans, Familien und sogar spirituell Bewegte auf ihre Kosten kommen – und das rund ums Jahr.
Bedeutendstes Datum im Veranstaltungskalender Pottensteins ist der 6. Januar: Am Dreikönigstag gedenkt die Kirchengemeinde traditionell dem „Beschluss der Ewigen Anbetung“ aus dem Jahr 1759. Bei Einbruch der Dunkelheit bewegt sich eine große Prozession durch den festlich mit unzähligen Lichtern und historischen Triumphbögen geschmückten Ort, während ringsumher auf den Felskuppen hunderte von Bergfreuen aufflammen. Unzählige Besucher aus nah und fern lassen sich alljährlich von diesem archaischen Lichterzauber faszinieren.
Die Geschichte des Ortes lässt sich bis ins Jahr 918 zurückverfolgen, sie ist eng mit der der gleichnamigen, fast tausendjährigen Burg verbunden. Bis 1057 gehörte der Ort den Markgrafen von Schweinfurt, fiel dann aber durch Heirat an den Pfalzgrafen Botho von Kärnten, der die Burg auf dem markanten Bergsporn „Bothone-Stein“ oberhalb des Städtchens errichten ließ, den Besitz aber später an das Hochstifts Bamberg übertrug. Bereits 1323 erhielt Pottenstein das Stadtrecht. Mehrfach brannte der Ort komplett nieder, so etwa 1128 im Zuge eines Überfalls durch den Stauferherzog Friedrich von Schwaben und letztmals 1736. Bis auf die Burg und das Bürgerspital gibt es in Pottenstein daher heute keine Gebäude mehr auf, die vor 1736 erbaut wurden, gleichwohl ist die historische Altstadt von schönen Fachwerkbauten geprägt. 1803 kam Pottenstein schließlich zu Bayern. Im Zuge der bayerischen Gebietsreformen 1972 und 1978 wurden zahlreiche umliegende Gemeinden eingegliedert, darunter Tüchersfeld, Leienfels und Hohenmirsberg.