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Spalt

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Spalt Luftbild c StadtSpalt
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Spalt liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Nürnberg inmitten des Fränkischen Seenlands mit Roth-, Brombach- und Altmühlsee. Das schmucke Städtchen ist geprägt von der jahrhundertealten Tradition des Hopfenanbaus, der hier seit fast 700 Jahren belegt ist. Dass das aromatische Hanfgewächs im Spalter Hügelland besonders gut gedeiht, verdankt die Region idealen Boden- und Klimaverhältnissen. Die Qualität war so hervorragend, dass der Eichstätter Fürstbischof Christoph von Pappenheim der Stadt bereits 1538 das erste „Hopfensiegel“ der Welt verlieh: Es schützte und garantierte Herkunft und Güte des Spalter Aromahopfens. Bis heute wird dieses „grüne Gold“ in die ganze Welt exportiert und bildet so auch in den USA oder Japan die Grundlage für würzige Qualitätsbiere.

Im Genussort Spalt selbst wird natürlich ebenfalls Bier gebraut, und zwar – einzigartig in Deutschland – unter städtischer Ägide: die kommunale Brauerei ist vollständig im Besitz der Spalter Bürger. Kosten und erwerben lassen sich die Erzeugnisse u. a. im Shop der Tourist-Information im HopfenBierGut, in dem sich zudem ein überaus sehenswertes interaktives Museum zur Geschichte des Spalter Hopfenanbaus und der Bierherstellung befindet.

Von der Bedeutung des Hopfenanbaus – das erste schriftliche Zeugnis datiert auf 1341 – zeugt in Spalt auch das Stadtbild: Bis zu sieben Böden weisen die hochgiebeligen Fachwerkhäuser in der Altstadt auf, auf denen man den Hopfen zum Trocknen ausbreitete. Entdecken lässt sich beim Flanieren durch die verträumten Gassen aber noch viel mehr: zwei imposante Kirchen, barocke Bürgerhäuser, Tore und Türme der in Teilen erhaltenen Stadtmauer, auf bzw. an die so genannte Halbhäuser gebaut sind, und nicht zuletzt ein Denkmal, das an Georg Spalatin (1484–1545) erinnert. Der Humanist, Theologe und Reformator, der sich nach seiner Heimatstadt nannte, ging als Martin Luthers verständnisvollster Fürsprecher in die (Kirchen-)Geschichte ein – er war es, der Luthers Entführung 1521 auf die Wartburg organisierte.

Auf mehr als 1.200 Jahre Historie kann die Stadt zurückblicken: Bereits 810 n. Chr. existierte hier das erste Kloster, eine Gründung der Regensburger Abtei St. Emmeram. Im Jahr 1135 wurde der Ort selbst erstmals urkundlich erwähnt; der Name „Spalt“ leitet sich vom schroffen Taleinschnitt der Fränkischen Rezat ab. Ab 1294/5 gehörten Spalt und die umliegenden Dörfer dann zum Bistum Eichstätt, was der Stadt 1450 im Ersten Markgrafenkrieg eine Belagerung durch Nürnberger Truppen bescherte. Der überraschenden Befreiung durch den Ansbacher Markgrafen Albrecht Achilles gedenkt die Stadt alle fünf Jahre mit einem großen Heimatfestspiel inklusive mittelalterlichem Lagerleben.

1802 ging das Pflegamt Wernfels-Spalt und damit auch Spalt an das Kurfürstentum Bayern, 1803 dann kurzzeitig ans Königreich Preußen, um 1806 endgültig dem Königreich Bayern zugeschlagen zu werden. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden in den 1970er Jahren die Gemeindeteile Großweingarten, Enderndorf, Fünfbronn, Mosbach und Wernfels eingegliedert.

Mit dem Brombachsee, an dessen Sonnenseite Enderndorf liegt, verfügt die Stadt über ein attraktives Freizeit- und Sportrevier. Als Mitglied im internationalen Netzwerk lebenswerter Städte „cittaslow“ schreibt Spalt nicht zuletzt Lebensqualität, Nachhaltigkeit, Traditionspflege, Regionalität und biologische Vielfalt groß – so wie die Burgenstraßen-Orte Schwetzingen und Bad Wimpfen.

Spalt Altstadt c StadtSpalt Foto WimvandenBroek  Spalt - Altstadtgiebel
Spalt - Altstadtgiebel.
Spalt Rathaus c StadtSpalt  Spalt - Rathaus
Spalt - Rathaus.
Spalt St-Nikolaus-Kirche c StadtSpalt  Spalt - Kirche St. Nikolaus
Spalt - Kirche St. Nikolaus.
Spalt HalbhausFroeschau c StadtSpalt  Spalt - Halbhaus an der Stadtmauer
Spalt - Halbhaus an der Stadtmauer.
Spalt Brauereigasse1  Spalt - Braureigasse
Spalt - Braureigasse.
Spalt Muehlreisighaus c StadtSpalt Foto WimvandenBroek  Spalt - Mühlreisighaus
Spalt - Mühlreisighaus.
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