Die Markgräfliche Residenz ist das markanteste Bauwerk in Ansbach. Zu ihren Hauptattraktionen zählen der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett, der Kachelsaal sowie im Gotischen Saal die größte Sammlung Ansbacher Fayence und Porzellan. Sie und die insgesamt 27 Prunkräume sind im Rahmen einer Schlossführung zu besichtigen. Ansonsten hat die Regierung von Mittelfranken hier ihren Sitz. Unüblich für die damalige Zeit liegt der Hofgarten 150 Meter entfernt von der Residenz. Neben dem Schloss stand nicht genügend Platz zur Verfügung, so konnte es auch nicht zum zentralen Element der Gartenanlage werden. Daher wurde die Orangerie pompös und schlossähnlich gestaltet. Sie war Ausgangspunkt für alle Sichtachsen, Gewächshaus und insbesondere Lustschloss für illustre Gesellschaften. Der Hofgarten ist frei zugänglich. Die Orangerie ist heute ein Restaurant mit Café sowie eine Konzert- und Tagungsstätte. Im zweijährigen Turnus finden Anfang Juli hier die Rokoko-Spiele statt, bei denen die Zeit der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und der Glanz ihres Hofes zu neuem Leben erwachen. Mit dem markanten Rokoko-Bau der Markgräflichen Residenz, der Hofkanzlei, den Kirchen St. Johannis und St. Gumbertus sowie einer Vielzahl von Fassaden aus Barock und Rokoko spiegelt das Stadtbild von Ansbach bis heute die Herrschaft der Markgrafen wider. Ansbach Tourist Information Johann-Sebastian-Bach-Platz 1 · 91522 Ansbach Tel. +49 (0) 981 51-243 tourismus@ansbach.de · www.tourismus-ansbach.de Nicht weiterfahren, ohne Ansbachs versteckten Schatz zu entdecken! Unscheinbar wirkt die Ansbacher Synagoge von außen, doch hinter der Fassade mit den hohen Rundbogenfenstern an der Rosenbadstraße verbirgt sich ein Baudenkmal von hohem Rang: eine in den dunklen Jahren der Nazi-Herrschaft nicht zerstörte barocke Synagoge. Sie wurde in einem versteckten Winkel der Stadt angesiedelt und ist von außen nicht als jüdisches Bethaus erkennbar. Die Ansbacher Synagoge überstand die sogenannte „Reichskristallnacht“ im November 1938 unbeschadet und wird seit der Nachkriegszeit als musealer Raum für kulturelle Zwecke genutzt. Unter dem Gottesdienstraum wurde ein Ritualbad (Mikwe) erbaut, von dem heute nur noch die Räume mit dem Tonnengewölbe vorhanden ist. Ein zweites Bad wurde im ursprünglichen Schächterhaus angelegt. Im ehemalige Dienerhaus im Hof befindet sich heute das Infozentrum der Frankenbund-Gruppe Ansbach. Öffnungszeiten: Mai bis September, jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. Martin-Luther-Platz Vor dieser charmanten historischen Kulisse findet sich eine einladende Mischung aus Cafés und Restaurants sowie gut sortierten Fachgeschäften. Bekannt ist Ansbach auch durch Kaspar Hauser, der 1833 im Hofgarten ermordet wurde und dessen Herkunft noch immer rätselhaft ist. Mehr über das berühmte „Findelkind Europas“ erfährt man in der Kaspar-Hauser-Abteilung des Markgrafenmuseums. Markgräfliche Residenz 60
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