die burgenstraße | Magazin Touren & Tipps 2022

chon die Kurfürsten schätzten das überaus milde Klima der Kurpfalz und errichteten in der „Barock– stadt“ ihre Sommerresidenz. Das Schwetzinger Schloss war ursprünglich eine mittelalterliche Wasserburg und wurde von 1710 bis 1716 als Jagd- und Lustschloss genutzt. Unter dem kunstsinnigen Kurfürsten Carl Theodor (1724 bis 1799) erlangte die Schlossanlage Berühmtheit. Mozart spielte hier 1763 als Siebenjähriger vor. Das 1752 erbaute Rokokotheater ist heute repräsentativer Mittelpunkt der alljährlich stattfindenden internationalen Schwetzinger SWR Festspiele (April bis Mai) sowie des Schwetzinger Mozartfestes (September und Oktober). Die Appartements wurden im Stil des 18. und 19. Jahrhunderts originalgetreu rekonstruiert. In Führungen wird das höfische Leben des 18. Jahrhunderts wieder lebendig. Rundgänge Schwetzingen Schlossplatz Schwetzingen das Badhaus, ein Heckentheater und diverse Tempelbauten, die den antiken Gottheiten Apoll, Minerva und Merkur gewidmet sind. Der zentrale Arionbrunnen und weitere Wasserspiele stehen zudem in einem reizvollen Dialog mit den Gartenarchitekturen. durch die Anlage werden auf Wunsch in historischen Kostümen aus der Blütezeit des Schlosses angeboten. Der Schwetzinger Schlossgarten zählt zu den bedeutendsten Gartenanlagen Europas. Kurfürst Carl Theodor (1724 bis 1799) verwirklichte hier mit seinen Baumeistern und Gartenarchitekten Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell eine Gartenanlage, die Geistesgeschichte und Moden vom Barock über die Aufklärung bis hin zur Romantik vereint. Ehrenhof und Schlossgebäude bilden das Entrée zum prachtvollen Schlossgarten, der in Europa seinesgleichen sucht. Hier entfaltet sich entlang der zentralen Barockachse auf 72 Hektar Fläche ein kreisrundes, französisches Gartenparterre, dem sich Rokoko-Kabinette und Partien im Stil des englischen Landschaftsgartens anschließen. Auf einer Entdeckungsreise durch das 18. Jahrhundert treffen Sie etwa auf die einzige erhaltene Gartenmoschee dieser Zeit, auf „Glücksschwein“ auf dem Schlossplatz Wandgestaltung des „Bananensprayers“ Thomas Baumgärtel Schlossgarten Schwetzingen Fotos: Stadt Schwetzingen/Tobias Schwerdt Ebenfalls sehenswert: Palais Hirsch – Kleinod am Schlossplatz, ideal für Tagungen und Ausstellungen Kurfürstlicher Marstall – ehemaliger kurfürstlicher Marstall aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit großem Allianzwappen der Kurpfalz Schlossplatz – einzigartige Mischung aus mediterranem Flair und höfischer Kulisse, Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen Basis Palatina – Carl-Theodor-Straße, geradlinige Allee (Sichtachse) vom Ehrenhof des Schlosses nach Heidelberg (Königstuhl) und zur Kalmit (höchste Erhebung des Pfälzerwaldes) Hörbar – neue Infostation (Ensemble), bildet die Musikgeschichte Schwetzingens ab (mit musikalischer Einspielung via QR-Code) Schwetzinger Zeitreise – informative Schautafeln mit bedeutenden Persönlichkeiten führen durch die Geschichte Schwetzingens Glücksschwein – ungewöhnliche Skulpturengruppe mit Carl Theodor von Peter Lenk auf dem südlichen Schlossplatz 12

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