von West nach Ost
Am 10. März 1954 schlossen sich die Städte Mannheim,
Heidelberg, Heilbronn, Rothenburg o.d.T., Ansbach und Nürnberg zu einer
Arbeitsgemeinschaft zusammen.
Ihr Ziel war es, die attraktiven Ferien- und
Ausflugsgebiete links und rechts dieser Verbindung, die damals als einzige in
West-Ost-Richtung verlief, touristisch zu erschließen. Damit gehört sie zu den
ersten Touristikrouten, die in Deutschland entstanden. Die zahlreichen Burgen
und Schlösser legten die Bezeichnung nahe und so stand es gleich zu Beginn fest,
dass nur der Name "Burgenstraße" in Frage kommt.
Die Gründungsinitiative
kam aus Heilbronn und dort befindet sich bis heute der Sitz der Geschäftsstelle,
die seitens der Stadt stets unterstützt und gefördert wurde. Heilbronn hat damit
einen wesentlichen Beitrag zur Kontinuität und zum Erfolg der Arbeit der
Burgenstraße beigetragen.
Die Bundesbahndirektion richtete eine Buslinie
gleichen Namens ein - der Titel wurde schon in kürzester Zeit weltweit ein
Begriff. Im Mai 1954 fanden bereits die ersten Pressereisen "Vom Neckarstrand
ins Frankenland" statt - Reisen in Verbindung mit einem Bündel an Geschichte und
Kultur unmittelbar nach den Folgen des Krieges war jetzt für viele erreichbar
geworden.
Zu Beginn der 90er Jahre wurde es durch die Grenzöffnung nach
Osten möglich Kontakte nach Tschechien zu knüpfen. Die Verhandlungen hatten
Erfolg und so gelang 1994, im Jahr des 40-jährigen Bestehens der Burgenstraße
die Verlängerung bis in die "Goldene Stadt" Prag. Aus ursprünglich 320
Kilometern waren nahezu 1.000 geworden.
Zwischen Nürnberg und Bayreuth
kamen durch die Erweiterung Coburg, Kronach, Kulmbach mit ihren imposanten
Festungsanlagen sowie die Weltkulturerbestadt Bamberg und die Wagnerstadt
Bayreuth hinzu, die das Burgenstraßenangebot zusätzlich bereicherten.
Auch heute wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Burgenstraße
gearbeitet. Um den aktuellen Marktanforderungen besser gerecht werden zu können,
wurde die Arbeitsgemeinschaft im Jahr 2000 in einen Verein umgewandelt. Derzeit
wird insbesondere der tschechische Abschnitt überarbeitet und optimiert, so dass
sich die Burgenstraße zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2004 als eine um weitere
attraktive Objekte ergänzte internationale Touristikroute präsentieren konnte.